Irish whiskey

Irish Whiskey ist eine rein irische Whiskeysorte innerhalb der großen und vielfältigen Welt der Spirituosen, die in den letzten Jahren eine neue Renaissance erlebt hat. Der irische Whiskey hat schon immer die Abstammung des Destillats vom schottischen Whiskey bestritten, obwohl es keinen sicheren und dokumentierten Beweis für seinen Ursprung gibt, sondern nur sagenumwobene Vermutungen.

Den bekanntesten Berichten zufolge scheint es, dass die Standbilder von St. Patrick, dem irischen Schutzpatron, aus den arabischen Ländern (wo sie erfunden wurden) nach Irland gebracht wurden, dessen Feierlichkeiten immer mehr zu einem globalen Phänomen werden, auch dank der starken Migration in die USA und der anschließenden amerikanischen Kinematographie, die in die ganze Welt exportiert wird.

Einigen Studien zufolge war irischer Whiskey sogar eines der ersten Getränke, das in Europa destilliert wurde, und zwar um das 12. Jahrhundert, also lange nach dem Tod von St. Patrick im Jahr 461. Das erste schriftliche irische Dokument über das Getränk stammt aus dem Jahr 1405 (früher als ein schottisches aus dem Jahr 1494) und bezieht sich auf "l'acqua vitae", lateinisch für "Uisce Beatha" im irischen Gälisch, das sich vom schottischen Gälisch "Uisge Beatha" unterscheidet, ein Unterschied, der zu einer anderen Transliteration im Englischen führt; irischer Whiskey heißt tatsächlich "Whiskey".

Der irische Whiskey hat in seiner jahrhundertelangen Geschichte Phasen großen Erfolgs erlebt, wie z. B. im Jahr 1800, als fünfmal so viel Whiskey wie schottischer Whiskey verkauft wurde, und eine Phase des Niedergangs, die mit dem Unabhängigkeitskrieg gegen England, dem anschließenden Bürgerkrieg und der amerikanischen Prohibition begann. Nur eine Handvoll Brennereien hat überlebt, von denen sich einige (darunter Jameson) unter dem Namen Irish Distillers zusammengeschlossen haben; später kam die letzte verbliebene Brennerei, Bushmills, hinzu.

Heute erlebt der irische Whiskey eine neue Renaissance, die vor allem von der 2015 offiziell wiedereröffneten Teeling-Destillerie angeführt wird, die aus einer historischen Brennerfamilie von 1782 stammt und mit ihren Neuerscheinungen und Experimenten die irische Marke allmählich wieder aufleben lässt.

Irischer Whiskey unterscheidet sich von schottischem Whiskey in erster Linie durch die Anzahl der Destillationen: Irischer Whiskey muss mindestens dreimal destilliert werden, während schottischer Whiskey mindestens zweimal destilliert werden muss; die Mindestreifezeit ist dieselbe, nämlich drei Jahre. Ein weiterer Unterschied liegt im Rohstoff: Irischer Whiskey wird aus einer Mischung aus Gerste und gemälzter Gerste gewonnen, die jeweils zu mindestens 30 % und insgesamt zu mindestens 95 % enthalten sind.

Im Geschmack schließlich unterscheidet sich irischer Whiskey im Allgemeinen dadurch, dass er weicher und süßer ist, im Gegensatz zu der Intensität, dem Torf und der Rauchigkeit des schottischen Whiskeys.

Von Teeling bis Tullamore Dew, von Irish Hyde bis Dunville's, von Bushmills bis Jameson und Blackadder - scroll nach unten und entdeck die Auswahl der besten irischen Whiskys.

In absteigender Reihenfolge
Seite:
  1. 1
  2. 2

In absteigender Reihenfolge
Seite:
  1. 1
  2. 2